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Grundlegendes
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Jeder Mensch mit einer funktionstüchtigen Stimme benützt diese ab Geburt.
Wie bei den Zähnen gibt es auch zwei stimmliche Stadien:
Die Kinderstimme bis zur Pupertät und die
Erwachsenenstimme (danach...) für die restliche Lebensdauer.
Die meisten (meiner) Schüler beginnen den Gesangsunterricht in der Pubertät - ein wirklich aufregendes Einstiegsalter...
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A) Wie definiert sich eine (gut) ausgebildete Stimme/ Stimmbildung
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1. Klangästhetik
(im Idealfall!)
- Die Singstimme soll schön anzuhören sein, eben im wahsten Sinne des Wortes "Bel-Canto" (Schöner Gesang)
- Nicht gepresst klingen sondern frei strömen
- Nicht hauchig und flach, sondern klangvoll und rund sein
- Einatmung ist nicht hörbar!!
- Tragfähig und voluminös (auch im piano[leise])
- "Nur aus einem schönen Gesicht kommt ein schöner Ton"...,
wer beim Singen "soderbar aussieht, klingt für gewöhnlich
auch so!
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2. Stimmbeherrschung
(auch hier der Idealfall!)
- Der Sänger kann, im Rahmen seines Stimmfaches* alles singen und kann mit seiner Stimme spielen und alles ausdrücken, was er will!
- Auch das "Vibrato"*
kann ein sehr guter Sänger "abschalten", falls es erforderlich sein
sollte, kann er die Stimme auch glatt halten.
- Laut-leise-Singen ist
in allen Lagen und Registern und unabhängig vom Text möglich.
- Unangestrengtes Singen durch ökonomischen Krafteinsatz wird angestrebt.
- Alle musikalischen Stile sind möglich, was ich singe, hängt von meinem Geschmack und von der Bereitschaft meiner Stimme zu schaden (Punk/ Hard Rock) ab.
- Die
Stimme ist ein Teil des Körpers. Ich singe nicht nur mit
der Stimme sondern mit dem ganzen Körper, aus diesem Grund
ist ein gute Körpergefühl unumgänglich.
- Ein Tonumfang von mindestens 2 ½ Oktaven, nahtlos durch
alle Register soll erreicht werden
- Koloraturfähigkeit/ Beweglichkeit jeder Stimme, allerdings in Relation zum Stimmfach!
- Verbindung zur Seele muss bestehen
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3. Wohlfühlfaktor
- Der Sänger muss sich beim Singen immer wohlfühlen.
- Auf gar keinen Fall darf etwas weh tun.
- Der Sänger sieht entspannt und dem Text/ musikalischem Ausdruck angemessen aus.
- Vorsicht! Singen macht süchtig...
das ist nicht nur ein Scherz, denn es
ist wissenschlaftlich erwiesen, dass Singen die Wohlfühl-Botenstoffe
Dopamin und Serotin im Gehirn ausschüttet!
- Der Sänger steht unverkrampft, im sicheren Stand aufgerichtet da.
- Der Sänger muss sich mit seiner gefühlten und selbst gehörten Stimme identifizieren können, denn: "Die Stimme ist der Spiegel deiner Persönlichkeit"!
- Auch der Zuhörer sollte
sich beim Gesangsvortrag wohlfühlen können ...
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Stimmfach:
Es
gibt nicht nur die Stimmlagen (Sopran/Mezzosopran/Alt - Tenor/Bariton/Bass),
sondern vorallem eben auch die zu berücksichtigten stimmlichen
Charaktere, wie "dramatisch" oder "lyrisch",
außerdem gibt es in fast jeder Stimmlage Stimmen, die besonders
gut koloraturfähig (die Fähigkeit einer sehr beweglichen [schnellen]
Stimme haben) sind...
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Vibrato:
Das
In-sich-Schwingen der Stimme, dessen Vorhandensein die
meisten Laien fälschlich als ein untrügliches Zeichen von Stimmbeherrschung
deuten!
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