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A) Unterrichtsinhalte
1. Bau und Pflege (Anatomie und Stimmhygiene):
- Wie sehen Stimmbänder aus und wie ist die Funktionsweise
- Eine anatomisch gesunde Atemtechnik (Bauchatmung) ist die Grundvoraussetzung
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2. Stimmhygiene:
- kurze
Erklärung zum Begriff Stimmhygiene: Unter Hygiene versteht man Maßnahme
die dazu dienen, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu
vermeiden...
- Ein weicher Stimmeinsatz (nicht geschlagen und nicht gehaucht) muss erübt werden.
- Stimmbeherrschung setzt ein Gleichgewicht aus Spannung und Entspannung voraus
- Die Körperhaltung und die innere Einstellung zum Singen müssen aufgebaut werden!
- Ein wichtiges Thema ist der Umgang mit der Stimme bei Krankheit: Wie kann ich meine Stimme schonen? und wann ist das angebracht?
3. Klangvorstellung...
- ... ist essentiell wichtig, da ohne sie keine Töne kämen.
- ... erfolgt zum Teil durch Nachahmung des Lehrers.
- ... ist abhängig vom Selbstbewusstsein des Sängers.
- .... ist mehr oder weniger der Stimmsitz - Wo fühle ich meine Stimme...
- ... hängt dadurch in direktem Zusammenhang mit der augenblicklichen emotionalen Situation des Schülers.
- Der Kehlkopf sitzt unterhalb des Innenohrzugangs (Eustachische Röhre) in den Rachenraum, somit verzerrte eigene Wahrnehmung - daraus können auch Intonationsprobleme entstehen
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4. Vokalisen...
- ... sind kurze Phrasen, auf spezielle Silbenkombinationen, die chromatisch nach oben oder unten gerückt werden...
- ... sie sind Einsingübungen und Etüden in Einem...
- ... damit beginnt jede Stunde und jedes Singen, sie nehmen etwa ein Drittel der Unterrichtszeit ein!
- ...behandeln spezielle stimmliche Probleme (Stimmsitz, Stimmeinsatz, Atemstütze...) oder
- ...trainieren besondere stimmliche wie musikalische Fertigkeiten (Legato, Staccato)
- ... sind die Basis der Gesangsausbildung und unerlässlich!
5. Literatur
- Die Literaturauswahl geschieht immer in Absprache mit dem Schüler.
- Im Gesang kann es absolut verheerende Folgen haben, einem Schüler ein Stück singen zu lassen, das er innerlich ablehnt.
- Der Einstieg ist fast immer die Popliteratur,
da diese Stücke zum Einen den Schülern bekannt und bei ihm beliebt sind
und vor allem zum Anderen keine großen stimmlichen Anforderungen
stellen.
- Stücke die eine Improvisation erfordern (verschiedene Epochen und Stile, z.B.: Jazz, Pop, Barock...) werden ab dem Erreichen der dafür notwenigen musikalischen Reife eingeführt.
- Es ist im Gesang unmaßgeblich welches Stück ein Schüler singt, sondern wie er es singt, die Literatur darf lediglich nicht zu schwer sein,
- Aber! wenn dem Schüler das Stück gefällt kann er im Gesang ohne Weiteres "über sich hinauswachsen", da ja jeder singen kann!
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6. Wieviel "muss" ich üben
- Beim Gesang kommt es beim Üben nicht auf die Menge, sondern vorallem auf das WIE an...
- "Singen übt man nicht nur mit der Stimme, sonder es ist sehr oft genauso wichtig über die Stimme "nachzudenken" und einfach nur ausprobieren (z.B. was ist eigentlich alles mit meiner Zunge möglich, oder wo kann ich meine Stimme überall spüren...) das nenne ich "Stummes Üben"...
- Was wirklich mühsam ist beim Gesang, ist das Auswendiglernen der Texte.... und ein kleines bißchen auch das "Auseinander-Klabustern" der komplizierten Poprhythmen...
- Zu Beginn darf nicht zu viel gesungen werden (wie viel ist individuell!)...
- Beim Gesang muss ich genauso wie bei Instrumenten vor dem Anüben von Fehlern warnen, sie sind vermutlich noch schwerer wieder auszumerzen, da ich ja meine Stimme nicht "begreifen" (anfassen) kann...
7. Chorsingen/ Kammermusik...
- ... ist enorm wichtig und unverzichtbar
- ... und ab Beginn möglich und gut!
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B) Allgemeine Musiklehre/ Theorie
Vorkenntnisse sind eigentlich immer vorhanden, wegen dem Einstiegsalter. Einmal davon abgesehen, dass das Notenlesen im eigentlichen Sinne beim Gesang eh nicht zwingend beherrscht werden muss, konnte es bislang jeder meiner Schüler so und so schon....
1. Metrische Übungen
- ... gestalten sich vor allem durch Sprechen und Klatschen/ Stampfen/ Laufen.
- ... sie sind im Pop enorm wichtig!
- Der Schüler muss lernen auch komplexere Rhythmen überhaupt erst einmal lesen zu können um dann zu analysieren, welche Note auf welche Zählzeit kommt...
2. Harmonielehre...
- ...ist für die Sänger enorm wichtig. Denn, wenn ein Begleiter eine falsche Harmonie spielt, "schwimmt" der Sänger; eine falsche Melodie belastet einen trainierten Sänger kaum...
- Sie ist absolut notwendig für Improvisationen.
- Im Popbereich unerlässlich, wegen der Leadsheets (Noten, die nur aus Melodie und Akkorbezifferung) bestehen...
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3. Musikgeschichte...
- ... ist für mich unentbehrlich um ein "altes" Werk richtig zu verstehen.
- Ich stelle immer Querverbindungen zur gesellschaftlichen Entwicklung dieser Zeit her, oder zur bildenden Kunst und Architektur, was die Schüler meisten sehr interessiert und ihnen dann erst die Möglichkeit gibt, ein Werk aus einer bestimmten Epoche selbständig kreativ zu gestalten...
- ... ist zum Verstehen der Stücke unerlässlich und wiederum eng mit Formenlehre sowie Tonsatz oder Kompositionstechniken verbunden.
4. Formenlehre...
- ... gibt's anhand der Literatur.
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